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Holzboden aufarbeiten (Aufenthalt und Berufliches)

Jan-Peter, Montag, 12. Januar 2015, 03:50 (vor 838 Tagen) @ asango

Moin Asango,
wir haben im letzten September den Holzfußboden auf dem Aufbaudeck (2 große Zimmer) und eine Holztreppe aufarbeiten lassen.

Johannes sieht aus wie ein Buschmann und er war Monate zuvor bei uns von einem Tischler beschäftigt, welcher so eine Art begehbaren Wandschrank gebaut hat.
Ich bin mit Johannes zu einem Maschinenverleih gefahren, in die Hauptstraße von Strand und dort wurde eine Schleifmaschine geliehen. Dazu kam ein langes Verlängerungskabel sowie Schleifpapier für das Monstrum.
Die Ecken wurden von Hand geschliffen und zum Teil mit meinem Winkelschleifer bearbeitet.
Es gab unsagbar viel Staub, aber das Ergebnis nach der Versiegelung war für uns großartig.

Welches Holz haben wir? Keine Ahnung und es geht mir am Heck vorbei.

Damit das Problem, die Leute die jedes Brett mit Namen ansprechen können, haben einen sehr hohen Anspruch. Da kann man eine Art Buschmann, der alles eigensinnig selber gelernt hat, nicht ranlassen.

Ich würde in einem Baumarkt, Holzvertrieb, oder bei so einem Werkzeug- Verleih nachfragen. Die kennen immer Leute, die weiter helfen.
Deutschen Handwerkerstandard wird man nicht bekommen, obwohl mal ehrlich, wie oft wird auch dort gepfuscht. Die Ausbildung dauert ewig, man möchte Azubis mit Abi und bekommt Typen mit linken Händen.
Eine ständige Kontrolle der Arbeit ist dann unerlässlich und man muss sofort stoppen, wenn die eigene Expertise den Pfusch erkennt. Nicht erst, wenn der Scheiß fertig ist.

Ich habe es mir schon ganz lange abgeschminkt, eine perfekte Arbeit zu erwarten. Es wird bei mir an Bord erst wirklich kritisch, wenn es ins Elektronische geht und das zu berabeitende Gerät, oder der Motor, am Ende des Tages trotzdem nicht funktioniert.
Bei den simplen Arbeiten explodiere ich, wenn meine Leute beim Pinseln eine gerade Linie ziehen sollen und wie mein Vater sagte: Das sieht aus, als wenn ein Bulle gepisst hat.

Ich müsste vielfach selber ran, wenn es um simple Arbeiten wie Holz aufarabeiten und versiegeln geht. Aber dazu habe ich hier keine Lust und mein Stundenlohn ist viel zu hoch. ;)
Jan-Peter


PS Vor wenigen Tagen bekam ich einen Brief und einen Anruf der Werkzeug-Verleihfirma. Angeblich ist damals das Kabel beschädigt zurück geliefert worden. Ich hatte das bei der Rückgabe nicht kontrolliert und mir ist es zu blöde darum zu streiten. Habe nun ein beschädigtes, professionelles Verlängerungskabel für 450 Kracher kaufen dürfen.
Mit Isolierband gepflickt genügt das meinen Ansprüchen, aber ich verstehe auch, so kann man das als Profi nicht weiter verleihen. :D
Gelernt habe ich, lass Dir bei der Rückgabe die korrekte Funktionsfähigkeit extra bescheinigen ;) Du Blödmann....
PPS Natürlich war Johannes für europäische Verhältnisse billig, aber darum sollte es eh nicht gehen - oder?

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Zitat aus dem Buch "DON'T PANIC!": Developed countries are, simply put, boring. I'd never live in a country where there is more chance of you killing yourself than someone else killing you. Jonathan Hoch, Johannesburg


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